Käthe-Kollwitz-Realschule Ratingen

Städtische Realschule für Mädchen und Jungen

Erdkunde

In den Jahrgangsstufen 5 bis 10 werden die Schüler an die Räume Deutschland, Europa und ausgewählte außereuropäische Gebiete herangeführt. Eine Analyse der Räume erfolgt im geographischen Kontext sowohl unter verschiedenen Problemstellungen als auch auf unterschiedlichen Maßstabsebenen.

So werden im Fach Erdkunde naturgeographische, ökonomische, ökologische sowie politische und soziale Strukturen und Prozesse in unterschiedlichen Lebensräumen behandelt. Gleichzeitig wird das topographische Grundwissen stetig erweitert.

Neben dem Menschen als Gestalter des Raumes werden auch Wechselbeziehungen zwischen Klima und (land-)wirtschaftlicher Nutzung (Klimawandel) von Räumen analysiert.

Die Beschäftigung mit nachhaltigem Wirtschaften sowie die Reflexion über den Umgang mit Ressourcen soll dazu beitragen, den heranwachsenden und zukünftigen Generationen das notwendige Maß an Lebensqualität in ihren angestammten Gebieten zu sichern. Kritisch werden die Vor- und Nachteile der Globalisierung und Europapolitik hinterfragt.


Geschichte

Das Fach Geschichte untersucht systematisch historische Bezüge und Prozesse, in die Menschen eingebunden sind. Schülerinnen und Schüler sollen an historischen Beispielen lernen, dass das gesamte Umfeld des Menschen vom Nahbereich bis hin zu den großen Systemen von internationalen Organisationen, Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur in komplexen historischen Prozessen entstanden ist und ständigem Wandel unterliegt.

Für das Fach charakteristisch ist historisches Denken, welches dadurch geprägt ist, dass Historie immer erzählende Struktur hat. Dabei eine „(Re-) Konstruktion“ der Vergangenheit verwendet, also die Formulierung historischer Fragen, sowie die Ermittlung von Vergangenem. Zu historischem Denken gehört auch die „Dekonstruktion“ vorhandener historischer Orientierungsangebote, also in Erzählungen enthaltener Deutungen und Beschreibungen, wie sie den Schülerinnen und Schülern in den Angeboten der Geschichtskultur entgegentreten. Historisches Denken ist geprägt durch Multiperspektivität und die Beachtung historischer Qualitätskriterien (Triftigkeit historischer Erzählungen), die den fachlichen Anspruch der jeweils erzählten Geschichte sichern.

Durch die reflektierte Auseinandersetzung mit historischen Ereignissen, Personen, Prozessen und Strukturen gewinnen die Schülerinnen und Schüler Einsichten in die Komplexität geschichtlicher Prozesse, in Dauer und Wandel, in Gleichzeitigkeit und Ungleichzeitigkeit, in Beharrung, aber auch Veränderbarkeit von Ordnungen mit ihren Chancen und Risiken, in das wechselseitige Bedingungsverhältnis von Person und Struktur. Sie erkennen die Faktoren und Wirkungszusammenhänge, die zum Verständnis und zur Erklärung von Gegenwartsphänomenen erforderlich sind, und erfassen so die gegenwärtige Welt. Das Fach Geschichte schafft außerdem Einsichten in jene Lebensformen und Denkvorstellungen früherer Epochen oder anderer Kulturen, welche nicht unmittelbar mit unserer Gegenwart verbunden sind. Die reflektierte Auseinandersetzung mit dem Anderssein bewirkt in Kenntnis der Alternativen zum „Hier und Jetzt“ eine kritische Distanz, somit die Einsicht in die historische Gebundenheit des eigenen Standortes, und den Gewinn neuer Handlungsperspektiven. Durch die analytische Durchdringung der Wirklichkeit mit ihren gesellschaftlich gewordenen und wirksamen Strukturen schafft das Fach Geschichte personale und soziale Orientierung der Schülerinnen und Schüler und befähigt sie zur kompetenten Teilhabe am gesellschaftlichen Umgang mit Geschichte, an der Geschichts- und Erinnerungskultur, sowie zur aktiven Mitwirkung und Mitgestaltung unseres demokratischen Gemeinwesens.

Die Aufgaben des Geschichtsunterrichts sind fokussiert im Auftrag der Förderung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins. Geschichtsbewusstsein meint die Verschränkung der Wahrnehmungen und Deutungen von Vergangenheit mit Gegenwartserfahrungen und Zukunftserwartungen. Das angestrebte Geschichtsbewusstsein wird als reflektiert gekennzeichnet, um zu betonen, dass es sich des Konstruktionscharakters von Geschichte, seiner eigenen Standortgebundenheit und Perspektivität bewusst sein soll. Die Beherrschung der Fähigkeiten zur sinnbildenden Darstellung von Geschichte sowie zur Analyse und Beurteilung historischer Erzählungen charakterisieren ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein. Ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein steht somit gleichermaßen gegen „Identitätslosigkeit“ als auch verfestigte Geschichtsbilder. Es leitet zu einem aktiven demokratischen Umgang mit gegensätzlichen Identitäten an.


Musik

Im Fach Musik legen wir Wert auf die Entwicklung der Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen von schulinternen Feierlichkeiten, wie zum Beispiel der Einschulung der neuen Fünftklässler, dem Tag der offenen Tür oder der Abschlussfeier bieten sich den Schülerinnen und Schülern Gelegenheiten sich sowohl solistisch als auch im Klassenverband musikalisch zu präsentieren. Dieses Erleben stärkt die soziale Kompetenz und das kommunikative Handeln.

Die Unterrichtsvorhaben der Jahrgangsstufen 5 bis 10 des schulinternen Lehrplans lösen die Vorgaben durch den Kernlehrplan ein. Sie decken alle im Kernlehrplan aufgeführten Kompetenzen ab. Der Musikunterricht will Freude am Musikhören, am Musizieren und an der Bewegung nach Musik wecken und erhalten und die Schüler/innen befähigen, Musik zu erleben, zu verstehen, zu beschreiben und zu analysieren. 

Am Standort in West gibt es eine Musik-Kooperation mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. Hier wird den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5/6 die Gelegenheit gegeben, in Gruppen ein Streich- oder Blasinstrument zu erlernen.

Eine Besonderheit ist der Keyboardraum am Standort Lintorf. Die Schüler/innen haben hier die Möglichkeit, in den Klassen 5 und 6 das Keyboardspielen zu erlernen.

Nach Möglichkeit werden musikalische Arbeitsgemeinschaften angeboten, wie z.B. eine Ukulelen AG. 


Politik

Das Fach Politik […] trägt dazu bei, dass die Lernenden politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen sowie relevante Probleme und Gegebenheiten, aber auch das Handeln von Individuen und Gruppen unter Berücksichtigung der dahinterliegenden Wertvorstellungen verstehen und kompetent beurteilen können. Es hilft dabei, dass Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, ein möglichst dauerhaftes und belastbares politisch-demokratisches Bewusstsein auszubilden, das sie dazu befähigt, ihre Bürgerrollen in der Demokratie wahrzunehmen und politische, gesellschaftliche sowie ökonomische Prozesse aktiv mitzugestalten.

Als Kernfach der politischen und ökonomische Bildung ist es die grundlegende Aufgabe des Faches Politik, kontinuierlich und systematisch […] Kompetenzen zu entwickeln und auszubauen, die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, die anspruchsvolle Rolle als mündige Bürgerinnen und Bürger in politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen wahrnehmen und ausfüllen zu können. […]

Der Unterricht soll das Interesse an gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Gegenständen wecken und ermöglicht das Anwenden der erworbenen Kompetenzen in unterschiedlichen, aktuellen Zusammenhängen. […]

Über die o.g. Kernaufgaben hinaus leistet das Fach Politik seinen besonderen Beitrag im Zusammenspiel der Fächer. Dies betrifft insbesondere die von allen Fächern wahrzunehmenden Aufgaben im Bereich der Berufswahlorientierung sowie die Sensibilisierung für Fragen der Nachhaltigkeit und Ökologie.

(Quelle: vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW (2011). Kernlehrplan Politik für die Realschule. Nr. 3323. Frechen: Ritterbach-Verlag)


 

Religionslehre (evangelisch / katholisch)

Aus dem Schulalltag

Im Fach Religion steht der Mensch im Vordergrund und die Reflexion und Entwicklung des eigenen Glaubens im Vordergrund. Das heißt, dass niemanden vorgeschrieben wird, was er oder sie glauben soll oder wie er oder sie glauben soll. In den sechs Jahren an der KKS soll der individuelle Glaube hinterfragt, vertieft und reflektiert werden. Hierfür geben wir FachlehrerInnen den Schülerinnen und Schülern die Glaubensgrundsätze des Christentums „an die Hand“ und unterstützen sie mit den Inhalten des Religionsunterrichts in der persönlichen Entwicklung ihres Glaubens und ihrer Beziehung zu Religion, Gott, Kirche und Glaube.

Wir arbeiten wie in allen anderen Fächern mit einem Mix aus Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit und üben in freien Arbeitsphasen das selbstständige Lernen. Angepasst an die Arbeitsphase, das Thema und die Kursgruppe arbeiten wir mit unterschiedlichen Medien (dazu gehören: Bilder, Lernkarten, Zitate, Bibeltexte, Zitate aus anderen Religionen, Radiopredigten, Videos uvm.) und Lernprodukten (z.B. Lapbook, Referate, Gottesdienstelementen, künstlerische Ausarbeitungen, Übersetzungen eigener Bibelpassagen, Rollenspiele etc.).

Organisatorisches

Sowohl das Fach katholische als auch das Fach evangelische Religionslehre wird in den Jahrgangsstufen fünf bis zehn in konfessionell gebundenen Kursen unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler nehmen daher an dem Religionsunterricht der Konfession teil, der sie angehören. Konfessionslose und muslimische Schülerinnen und Schüler können an einem Religionsunterricht teilnehmen, wenn ihre Eltern bzw. sie selbst (ab 14 Jahren) dies wünschen und es schulorganisatorisch möglich ist.

Ökumene und Zusammenarbeit

Wir FachlehrerInnen der KKS verstehen uns als Team, das den ökumenischen Gedanken in Achtung und Wahrung der Gemeinsamkeiten und Unterschieden unterstützt. Wir legen Wert auf die Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Gemeinden, was sich insbesondere bei der Planung und Durchführung des Weihnachtsgottesdienstes und des Abschlussgottesdienstes für die 10. Klassen zeigt.

Schulgottesdienst

Ein Mal im Monat findet ein Schulgottesdienst während der ersten Stunde in der katholischen und evangelischen Kirche für die fünften und sechsten Klassen statt.

Während des Gottesdienstes werden den Schülerinnen und Schülern vertiefende Inhalte des Christentums und des christlichen Glaubens vermittelt. Das heißt, dass wir während der Predigt Lieder passend zum kirchlichen Kalender singen, Bibelstellen und religiöse Geschichten kennenlernen und Inhalte des Unterrichts vertiefen.

Während des Gottesdienstes sind die Schülerinnen und Schüler der Religionskurse der fünften und sechsten Klassen vom Unterricht befreit, sofern sie am Gottesdienst teilnehmen.

Die aktuellen Termine der Schulgottesdienste können Sie unserem Terminplan entnehmen.


Sport

Das Fach Sport wird an der Käthe-Kollwitz-Realschule auf der Grundlage der kompetenzorientierten Kernlehrpläne des Landes NRW erteilt. Die Fachkonferenz Sport sieht durch Bewegung, Spiel und Sport einen spezifischen Beitrag des Faches Sport zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Zurzeit wird das Fach Sport in den Klassen 5 bis 10 zweistündig unterrichtet, wobei der Unterricht im Klassenverband stattfindet.

Es ist der Schule ein Anliegen, den Schülerinnen und Schülern eine möglichst breite Vielfalt an Bewegungsgrundlagen und –erfahrungen zu vermitteln, so dass der Blick immer wieder auch auf Sportarten gelenkt wird, die über den klassischen Kanon der Schulsportarten hinausgehen, wie beispielsweise beim Eislaufen oder Skifahren.

Einen weiteren Baustein des Sportunterrichtes bilden die regelmäßig, zum Ende eines Schuljahres durchgeführten Sportfeste, bei denen die Schüler die Gelegenheit erhalten, sowohl Gemeinschaft und Teamgeist zu erleben als auch ihre Kräfte in verschiedenen Sportarten messen zu können.