Käthe Kollwitz - Unsere Namensgeberin

 

Eine künstlerische Zusammentstellung  des Portraits von Käthe Kollwitz mit verschiedenen PastelltönenDie Namensgeberin unserer Schule wurde als Käthe Schmidt am 8. Juli 1867 in Königsberg in Ostpreußen geboren. Der Vater erkannte bereits sehr früh die zeichnerische Begabung in den Kritzeleien seiner Tochter Käthe und forderte von nun an ihre ersten Zeichenversuche. Er erstrebte für Sie sogar ein freies Leben als Künstlerin – ein für die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse ungewöhnlicher Wunsch.
1885/86 studierte sie bei dem Schweizer Maler und Radierer Stauffer-Bern an der „Zeichenschule für Damen“ in Berlin, wechselte dann 1888, auf Drängen des Vaters, zur Künstlerinnenschule in München. Dort nahm Ludwig Herterich sie in seine Malklasse auf, und obwohl die nur ungern malte, war sie Klassenbeste.
Käthe heiratete am 13. Juni 1891 den Arzt Karl Kollwitz. Sie zogen in die Weißenburger Straße 25, die im Ostteil Berlins liegt und heute Käthe-Kollwitz-Straße heißt.
Ihr intensives Mitgefühl für Menschen verstärkte sich durch die Schicksale der Patienten ihres Mannes. Diese menschliche Haltung verlieh ihrem zeichnerischen und graphischen Werk einen eigenen ausdrucksstarken Stil, der ihre Darstellungen aus dem Leben des Proletariats große künstlerische Bedeutung und politische Aktualität verlieh.
Der künstlerische Durchbruch gelang 1989 mit der Ausstellung des Bilderzyklus „Ein Weberaufstand“. Angeregt durch Gerhart Hauptmanns Theaterstück „Die Weber“ entstanden sechs Blätter, die das Elend der schlesischen Weber in beißender Realistik darstellen.
1904 reiste Käthe Kollwitz zu Studienzwecken nach Paris, wo Sie eine Bekanntschaft mit Rodin machen konnte und sich in der „Julian-Kunstschule“ zur Bildhauerin ausbilden ließ. Ihre intensive Auseinandersetzung mit der Plastik begann jedoch erst 1910. Zuvor arbeitete Käthe Kollwitz an der satirischen Wochenschrift „Simplicissimus“ mit und formulierte ihr Bedürfnis „Ich will wirken in dieser Zeit, in der die Menschen so ratlos und hilfsbedürftig sind.“
1919 wurde Käthe Kollwitz zum Mitglied der Preußischen Akademie der Künste ernannt und erhielt den Titel der Professorin, der ihr jedoch 1933 im Zuge der Machtübernahme der Nationalsozialisten wieder aberkannt wurde.
Käthe Kollwitz lebte bis 1943 in Berlin, siedelte dann nach Moritzburg bei Dresden um, wo sie am 22. April 1945, wenige Tage vor Kriegsende, starb.


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