Käthe-Kollwitz-Realschule Ratingen

Städtische Realschule für Mädchen und Jungen

Praktikumserwartungen der Neuntklässler

Nora Ahraoui hat im Auftrag der Hompage-AG mehrere Neuntklässler zu ihren Erwartungen an das bevorstehende zweiwöchige Betriebspraktikum befragt.

Lenja S. (9c): „Mein Praktikum werde ich beim Physiotherapeuten absolvieren, da mein Interesse in diesem Berufsbereich liegt. Aufgrund des Berufe-Parcours, bin ich auf den Beruf des Physiotherapeuten gestoßen. Meine Erwartung an das Praktikum ist, herauszufinden, ob dieser Beruf für mich in Frage kommt oder ob dieser Beruf nichts für mich ist. So möchte ich nach dem Praktikum entscheiden, welcher Berufsbereich für mich der richtige ist.“

Anastasia E. (9a): „Ich werde mein Praktikum bei der Deutschen Bank absolvieren. Mein Ziel des zweiwöchigen Praktikums ist es, nähere Einblicke in den Beruf der Bankkauffrau zu erlangen. Oftmals habe ich mich in der Schule über diesen Beruf informiert und bin interessiert daran, welche Aufgaben dort getätigt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es mein Wunsch, diesem Beruf nachzugehen.“

Wir wünschen allen Neuntklässlern eine aufschlussreiche, erfolgreiche und vielseitige Praktikumszeit und freuen uns auf ihre Rückmeldungen danach.


Der Besuch der alten Dame: Theatergruppe aus Wien zu Gast im Forum

Am 14. Januar 2020 besuchte uns die Theatergruppe „Forum Theater“ aus Österreich an der Käthe-Kollwitz-Schule. Für die drei 10. Klassen aus West führten sie das Drama „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt in einer Schulfassung auf.

Gleich zur ersten Stunde fanden sich unsere Schüler im Forum ein. Die Spannung war groß: Wer war bereits einmal in einem Theater? Wer hat überhaupt schon einmal ein Theaterstück gesehen?

Die 10a sah sich das Ganze interessiert an, während die 10b und 10c sich glücklich (oder schmerzvoll?) an die Dramenlektüre von Dürrenmatt erinnerte, die sie im ersten Halbjahr im Deutschunterricht gelesen hatten.

Zunächst fiel auf, dass aus über 16 verschiedenen Figuren in Dürrenmatts Fassung nur vier Figuren für die Bühnenfassung der Wiener geworden waren. Die Hauptfrage des Stückes war jedoch die Gleiche wie vor 60 Jahren und ist immer noch heiß diskutiert:

Würdest du für eine Million Euro einen Menschen umbringen?

Und wenn noch nicht für eine Million, dann vielleicht für zwei oder drei?

Man stelle sich vor, eine Milliardärin kommt in eine kleine, arme Stadt, in der sie aufgewachsen ist. Überall herrscht Armut und Arbeitslosigkeit. Diese reiche Frau bietet der Stadt so viel Geld an, dass sie all ihre Sorgen los ist – unter einer Bedingung: Gerechtigkeit.

Die Stadt müsste dafür sorgen, dass ihr alter Jugendfreund getötet wird, weil er sie in ihrer Jugend mit einem unehelichen Kind sitzengelassen hat und er vor der ganzen Dorfgemeinschaft bloßgestellt hat, dass sie selbst nicht wisse, von wem das Kind sei. Die Person, die ihre alte Jugendliebe tötet, bekommt zusätzlich eine Belohnung in Millionenhöhe. Wer würde da nicht zumindest ins Nachdenken kommen, ob sich ein Mord lohnt?

Die Schüler hatten im Vorfeld ihre Positionen heiß diskutiert und waren sich uneins.

Die Theatergruppe aus Österreich führte das Stück mit Wiener Schmäh auf, was für unsere Ratinger Schüler ein neues Erlebnis war. Die skeptische Haltung über diese eigentümliche Fassung wurde im Verlauf des Stückes durch eine Laola-Welle, die durch das Forum schwappte, durchbrochen. Dürrenmatt und Laola – wer hätte gedacht, dass dies zusammenpasst?

So war den Schauspielern der Applaus der Schülerinnen und Schüler am Ende des Stückes sicher.